Das voluminöse Aluminium-Case im Standard-ATX-Format bietet Platz für maximal sieben PCI-Karten, zwei 3,5''-Festplatten und ein 5 1/4''-Laufwerk. In der Front sitzt bei mir ein (optional erhältliches) Modul mit VFD-Display und IR-Empfänger, dazu gehört eine Infrarot-Fernbedienung. Das Modul wird an die internen USB-Steckerleiste des Motherboards angeschlossen.
Unter dem (transparenten) Start-Knopf der Fernbedienung klebt normalerweise ein kleines Windows-Logo. Als VDR-Nutzer konnte ich dies natürlich nicht so lassen und habe den Aufkleber gegen ein Linux-Logo ausgetauscht.
Am Markt gibt es zwar eine ganze Reihe von Mini ITX-Gehäusen für Wohnzimmer-PCs. Allerdings haben diese einige Nachteile: Mini ITX-Mainboards besitzen standardmäßig (also ohne Riser Card usw.) nur einen PCI-Slot, der teilweise nur mit Karten halber Bauhöhe bestückt werden kann, die Gehäuse bieten in aller Regel nur Platz für maximal eine 3,5''-Festplatte (teilweise nur eine 2,5''-Platte). Ein weiteres Problem ist die Wärmeabfuhr aus dem engen Gehäuse. Und nicht zuletzt sind die ITX-Mainboards verhältnismäßig teuer.
Im Allgemeinen wird für die DVB-Wiedergabe unter Linux eine Full-Featured-Karte (mit Hardware-MPEG-Decoder und TV-Ausgang) empfohlen. Allerdings gibt es für DVB-T nur ein einziges, nicht mehr hergestelltes Modell, welches zudem nicht alle DVB-T-Frequenzbereiche empfangen kann (TechnoTrend Premium DVB-T, siehe vdr-wiki.de). Da Budget-Karten i.A. auch um einiges billiger als Full-Featured-Karten sind, habe ich mich gegen eine Full-Featured-Karte entschieden. Hat man nun keine Full-Featured-DVB-Karte und auch keine Grafikkarte mit TV-Ausgang zur Verfügung, bleibt für die Video-Ausgabe nur mehr der Monitor-Ausgang übrig. Da ich allerdings ohnehin keinen TV, sondern einen "normalen" Computer-Monitor verwende, spielt diese Einschränung keine Rolle.
Ohne Full-Featured-Karte oder sonstige Hardware-Unterstützung muss der Prozessor den MPEG-Datenstrom selbst decodieren. Empfohlen wird in diesem Fall ein Prozessor mit mindestens 1 GHz.
nv ist die Darstellung von DVB-T ruckelfrei und erzeugt eine CPU-Last von ca. 40%.nvidia) würde wohl auch XvMC (XVideo Motion Compensation, eine einfache Hardware-Unterstützung für die Decodierung von MPEG-Daten) unterstützen. Da ich aber sowohl mit Closed-Source-Treibern als auch mit XvMC bisher nur schlechte Erfahrungen gemacht habe, verzichte ich lieber darauf.
Die Grafik-Ausgabe erfolgt lokal unter X11 mit dem Xineliboutput-Plugin für den VDR über den Multimedia-Player Xine, genauer gesagt über dessen Multimedia-Bibliothek Xine-Lib (libxine1).
debian-40r3-i386-CD-1.iso auf CD brennen
/etc/apt/sources.list und /etc/apt/preferences anpassen
apt-get update && apt-get dist-upgrade
apt-get install Paketname nachinstallieren
/dev/hda1 1 GB - swap Virtueller Speicher /dev/hda2 10 GB / ext3 Installation 1 /dev/hda3 10 GB / ext3 Installation 2 (Test) /dev/hda4 Rest /var/lib/data ext3 DatenDamit habe ich die Möglichkeit, auf
/dev/hda2 und /dev/hda3 zwei getrennte Systeme zu installieren, was für Tests und zur Wiederherstellung einer zerschossenen Installation recht praktisch ist./dev/hda4. Um ein paar GB Platz zu sparen macht es für diese Partition Sinn, sie mit der Option -m 1 zu formatieren (siehe man mkfs.ext3).
Um ein minimales Debian-System zu erhalten, wird einfach im Dialog Softwareauswahl (nur) der Eintrag Standard-System ausgewählt.
Als Paket-Quellen verwende ich
/etc/apt/sources.list anzupassen. Die Einträge in /etc/apt/preferences stellen sicher, dass die Pakete von e-tobi.net auch dann verwendet werden, wenn es in Debian Etch eine neuere Version des selben Paketes gibt (siehe man apt_preferences).
Die Kommandos
vdr:# apt-get update vdr:# apt-get dist-upgradebringen Paket-Index und System auf den neuesten Software-Stand von Etch. Danach werden die Schlüssel von e-tobi.net und debian-multimedia.org (zur Verifikation der Paket-Signaturen), X11 mit Xdm/Twm (einfacher X Display bzw. Window Manager), Alsa, VDR mit Xineliboutput-Plugin und dazugehörigen Paketen sowie einige praktische Tools installiert:
vdr:# apt-get install e-tobi-keyring debian-multimedia-keyring vdr:# apt-get install x-window-system-core x-window-system xserver-xorg xdm twm vdr:# apt-get install alsa-utils vdr:# apt-get install vdr vdr-plugin-xineliboutput libxine1-xvdr libxine1 libxineliboutput-sxfe vdr:# apt-get install xine-ui vdr:# apt-get install dvb-utils dvbstream vdr:# apt-get install libdvdcss2 vdr:# apt-get install w32codecs vdr:# apt-get install vim unzip bzip2 hdparm hddtemp rsync openssh-server
xine-ui, das Standard-Frontend (User-Interface) von Xine, sowie die Pakete dvb-utils und dvbstream werden zwar nicht direkt für den VDR benötigt, eignen sich aber sehr gut zur Fehlersuche und für Tests von DVB. libdvdcss2 ist eine Bibliothek zur Wiedergabe von verschlüsselten DVDs. Details zur Technik und den rechtlichen Aspekten dieser Bibliothek findet man in der Wikipedia. w32codecs stellt der Xine-Lib zusätzliche Multimedia-Codecs in Form von Windows-Bibliotheken zur Verfügung.Nach Installation der neuen Pakete können ggf. nicht mehr benötigte Pakete gelöscht werden.
vdr:# apt-get remove --purge vim-tinyDie DVB-T-Karte wird zwar ab Kernel 2.6.10 automatisch erkannt. Allerdings muss das DVB-Modul noch manuell nachgeladen werden:
vdr:# modprobe dvb-bt8xx vdr:# echo dvb-bt8xx >> /etc/modulesFolgende Kommandos verhindern, dass beim Systemstart ein
fsck ausgeführt wird:
vdr:# tune2fs -c 0 /dev/hda2 vdr:# tune2fs -c 0 /dev/hda3 vdr:# tune2fs -c 0 /dev/hda4 vdr:# tune2fs -i 0 /dev/hda2 vdr:# tune2fs -i 0 /dev/hda3 vdr:# tune2fs -i 0 /dev/hda4Natürlich sollte man dann
fsck /dev/hdaX -- -f gelegentlich manuell starten.
/etc/X11/xorg.conf) sollten die Zeilen
Section "ServerFlags" Option "AllowMouseOpenFail" EndSectionnicht fehlen, ansonsten startet er nicht ohne Maus und Tastatur.
vdr:# alsaconf vdr:# alsamixer vdr:# alsactl store
alsaconf richtet ALSA auf dem System ein. Auf meinem System wurde die Soundkarte automatisch erkannt. Die Dialoge sind weitgehend selbsterklärend, im Zweifel einfach die Standardeinstellungen beibehalten.
Der alsamixer hilft bei der Einstellung der gewünschten Lautstärke(n). alsactl store speichert die eingestellten Werte in die Datei /var/lib/alsa/asound.state. Der Inhalt der Datei ist recht selbsterklärend, die Master-Lautstärke wird z.B. im Bereich
control.2 {
comment.access 'read write'
comment.type INTEGER
comment.count 2
comment.range '0 - 63'
iface MIXER
name 'Master Playback Volume'
value.0 63
value.1 63
}
festgelegt. Nach einem Neustart des Systems werden diese Einstellungen nun automatisch gesetzt.
tzap und dvbstream:Die Kommandos
vdr:# mkdir -p ~/.tzap/ vdr:# scan /usr/share/doc/dvb-utils/examples/scan/dvb-t/de-Muenchen > ~/.tzap/channels.confgenerieren, DVB-Empfang vorausgesetzt, die
channels.conf für tzap. Vor dem Aufruf muss VDR ggf. mit /etc/init.d/vdr stop beendet werden./usr/share/doc/dvb-utils/examples/scan/ keine passende Frequenztabelle auffindbar sein, findet man sie wahrscheinlich im CVS: http://www.linuxtv.org/cgi-bin/viewcvs.cgi/dvb-apps/util/scan/.
In der Datei ~/.tzap/channels.conf sollte nun alle gefundenen Sender eingetragen sein, Der Eintrag für den Sender VOX schaut in München z.B. so aus:
VOX:578000000:INVERSION_AUTO:BANDWIDTH_8_MHZ:FEC_2_3:FEC_1_2:QAM_16:TRANSMISSION_MODE_8K:GUARD_INTERVAL_1_4:HIERARCHY_NONE:545:546:16418Mit
vdr:# tzap VOXwird die DVB-Karte auf den Sender VOX eingestellt. Die Video- und Audio-Daten lassen sich nun mit einem der beiden (z.B. in einer zweiten Shell) parallel zu startenden Kommandos
vdr:# dvbstream -o -ps -qam 16 -cr 1_2 545 546 | xine stdin:/ vdr:# dvbstream -o -ps -qam 16 -cr 1_2 545 546 > VOX.mpegmit Xine darstellen bzw. in eine MPEG-Datei ausgeben. Die Kommando-Parameter entnimmt man der entsprechende Zeile aus der
~/.tzap/channels.conf. Achtung: Die channels.conf von tzap hat ein anderes Format als die vom VDR.
Ist bis hier alles OK geht's an die Konfiguration von VDR.
/var/lib/vdr/ und /etc/vdr/, VDR-Logmeldungen stehen standardmäßig in /var/log/syslog. In der Datei /etc/default/vdr können einige Start-Parameter für den VDR angepaßt werden. Ansonsten wird VDR bequem über das OSD konfiguriert. Dort kann man u.a. auch festlegen, dass VDR die Systemzeit über das DVB-Zeitsignal setzt.
Der VDR benötigt für den Empfang prinzipiell nur die richtige channels.conf unter /var/lib/vdr/. Diese kann man einfach von vdr-wiki.de herunterladen (DVB-T) oder z.B. von Kanotix übernehmen. Da er in meinem Fall aber auch Bild- und Ton selbst lokal ausgeben muss sowie sonstige Multimedia-Dienste zu leisten hat, sind noch einige Anpassungen nötig:
Zum Ersten muss der User vdr auf die Audio- und Video-Devices sowie auf das CD/DVD-Laufwerk zugreifen können. Dazu wird er in die entsprechenden Gruppen (siehe /etc/group) aufgenommen:
vdr:# usermod -G audio,video,cdrom vdrZum Zweiten muss dem Xineliboutput-Plugin (genauere Beschreibung siehe weiter unten) noch "mitgeteilt" werden, wo es das VDR-Bild ausgeben soll, und zwar lokal unter X11. Dazu dienen folgende Einträge in der Datei
/etc/vdr/plugins/plugin.xineliboutput.conf:
--local=sxfe --display=:0.0Der lokal laufende X-Server (Display 0) muss dann noch vom angemeldeten User für X-Verbindungen vom lokalen Rechner aus freigeschalten werden,
vdr:$ xhost + local:erst dann kann der VDR von
root gestartet werden:
vdr:# /etc/init.d/vdr startFalls alles glatt gelaufen ist erscheint nun ein Fenster mit dem VDR-Bild. Beim ersten Start springt der VDR automatisch ins Menü zum Lernen der Tasten-Codes für die Tastatur-Steuerung. Die Codes werden in die Datei
/var/lib/vdr/remote.conf geschrieben (Zeilen beginnend mit XKeySym) und können dort bei Bedarf manuell nachbearbeitet werden.
apt-cache search vdr-plugin an. Installiert werden die Plugins wie gewohnt mit apt-get install Plugin-Name. Konfiguriert werden sie über das OSD von VDR - diese Einstellungen werden dann in /var/lib/vdr/setup.conf abgelegt - oder in den Dateien unter /etc/vdr/plugins/.
Folgende Plugins habe ich aktuell in Verwendung:
vdr-plugin-xineliboutputvdr-plugin-mp3 oder vdr-plugin-image, erfüllt aber in der aktuellen Version meine Minimalanforderungen.
Zu Xineliboutput-Plugin gehören insgesamt sechs Debian-Binärpakete:
vdr-plugin-xineliboutput: Das eigentliche Plugin für den VDR. Ohne weitere Pakete kann das Plugin die VDR-Ausgabe nur übers Netz bereitstellen.
libxine1-xvdr: Stellt ein Plugin für die Xine-Lib libxine1 zur Verfügung, mit welchem die Ausgabe von vdr-plugin-xineliboutput decodiert und (über ein beliebiges Xine-Frontend) angezeigt werden kann, z.B. mit xine "xvdr://127.0.0.1#nocache;demux:mpeg_block".
libxineliboutput-fbfe: Dieses Paket stellt eine Bibliothek für vdr-plugin-xineliboutput zur lokalen Anzeige des VDR-Bildes über Framebuffer bereit (unter Verwendung von libxine1 mit libxine1-xvdr).
libxineliboutput-sxfe: Dieses Paket stellt eine Bibliothek für vdr-plugin-xineliboutput zur Ausgabe des VDR-Bildes auf einen X-Server bereit.
xineliboutput-fbfe: Stellt ein einfaches Xine-Frontend (vdr-fbfe) bereit, welches übers Netz auf einen VDR-Server mit vdr-plugin-xineliboutput-Plugin zugreift und das VDR-Bild dann am Client über Framebuffer anzeigt (z.B. mit vdr-sxfe "xvdr://10.9.8.7").
xineliboutput-sxfe: Entsprechend xineliboutput-fbfe, nur mit Ausgabe über X11 (vdr-fbfe).
/etc/vdr/plugins/plugin.xineliboutput.conf, wird neben einigen anderen Optionen festgelegt, welche Ausgabemöglichkeiten genutzt werden. Die Kommandos für die Tastatursteuerung werden in /var/lib/vdr/remote.conf abgelegt. Die Client-Frontends haben ihrerseits eine eigene Konfigurationsdatei, ~/.xine/config_xineliboutput.
Mit dem Plugin lassen sich übrigens auch Internet-Radio-Streams empfangen: Einfach eine Playlist-Datei, z.B. Deutschlandfunk.m3u, anlegen, die den Streaming-Link enthält:
http://dradio-ogg.t-bn.de/dlf_high.oggDie Playlist kann dann, Internet-Verbindung natürlich vorausgesetzt, wie gewohnt übers OSD angewählt und abgespielt werden.
vdr-plugin-skinenigmangvdr-enigmang-icons installiert werden.vdr-plugin-osdteletextvdradmin-amvdradmin-am ist streng genommen kein Plugin, sondern ein zusätzlicher Daemon, der ein Web-Interface zur Fernsteuerung des VDRs übers Netz zur Verfügung stellt.vdradmin-am mit dem Kommando
vdradmind --configkonfiguriert. Ggf. sonst noch nötige Anpassungen sollte man danach per Editor direkt in der Datei
/var/lib/vdradmin-am/vdradmind.conf machen, z.B. den Eintrag MOD_GZIP = 0, ohne den vdradmin-am nicht zur Mitarbeit zu bewegen war.ENABLED="1"in der Datei
/etc/default/vdradmin-am aktiviert das Init-Skript. Wurden die Standardeinstellungen beibehalten, so ist das Web-Interface nach
/etc/init.d/vdradmin-am starterreichbar unter
http://VDR-IP-Adresse:8001/
vdr:# cd /tmp/ vdr:# wget http://www.irtrans.de/download/Server/Linux/irserver.tar.gz vdr:# tar -xvzf irserver.tar.gz vdr:# ./install.shunter
/usr/local/irtrans/. Im Unterverzeichnis remotes/ befinden sich die Definitionen der Tasten-Codes von verschiedenen Fernsteuerungen. Mit
vdr:# cd /usr/local/irtrans/ vdr:# ./irserver -debug_code -loglevel 4 /dev/ttyUSB0werden die von der IR-Fernsteuerung auf Tastendruck gesendeten Codes angezeigt, z.B.
7500c38011000000[0.0] ok mediacenter [0.0]: S11101010000000000011110000010000011101 39Die zweite Zeile entspricht einer nicht unter
remotes/ aufgelisteten Taste. Die angezeigten Daten können zur Ergänzung von fehlenden Tastatur-Codes unter remotes/ verwendet werden. Für die bei mir mitgelieferte Fernbedienung paßt die Konfigurationsdatei remotes/mediacenter.rem. Einige noch fehlende Tasten-Einträge habe ich dort manuell nachgetragen. Die Zeile für den obigen unbekannten Code lautet z.B.
[ast][T]0[D]S11101010000000000011110000010000011101Alternativ können die Codes auch automatisch mit dem Kommando
irclient in die Konfigurationsdatei eingetragen werden. Hier liegt meine Datei remotes/mediacenter.rem.
Der LIRC-kompatible Server wird mit
vdr:# ./irserver -daemon /dev/ttyUSB0als Daemon gestartet. Mein Init-Skript
/etc/init.d/irserver gibt's hier.
Das Kommando
vdr:# update-rc.d irserver start 10 2 3 4 5 . stop 30 0 1 6 .legt die Soft Links zum automatischen Starten des Skriptes beim Booten an.
Nach
vdr:# /etc/init.d/irserver starterkennt (bzw. glaubt) VDR nun, dass LIRC gestartet ist und springt beim nächsten Start ins Menü zum Lernen der Tasten-Codes für die IR-Fernbedienung. Auch diese Codes werden unter
/var/lib/vdr/remote.conf abgelegt (Zeilen beginnend mit LIRC).
Mit dem Kommando
vdr:# /usr/local/irtrans/irclient 127.0.0.1 Optionenlassen sich weitere Funktionen des VFD-Modules steuern, insbesondere Text auf dem Display ausgeben oder die Willkommen-Meldung ändern. Die Dokumentation dazu finde ich ziemlich mager, hier hilft nur probieren.
Aktuell nutze ich das Display selbst noch nicht (es zeigt nur Datum und Uhrzeit an), da es mir ein Rätsel ist, wie ich den VDR dazu bringen soll, das Display über die IRTrans-Programme anzusteuern.
X4VDR, welches einen eigenen X-Server für den VDR ohne Display-Manager usw. startet. VDR kann darauf sein Bild im Vollbild-Modus ausgeben.
Der X-Server für den VDR startet nach /etc/init.d/X4VDR start auf VT8/Display 1 (erreichbar mit Strg-Alt-F8). Damit kollidiert er nicht mit einem ggf. ebenfalls laufenden X-Display Manager (hier Xdm), der standardmäßig auf VT7/Display 0 läuft.
Das Kommando
vdr:# update-rc.d X4VDR start 19 2 . stop 21 0 1 6 .legt die Soft Links zum automatischen Starten des Skriptes beim Booten an.
Damit VDR von nun an auf seinem eigenen X-Server im Vollbild-Modus startet, ist noch die Datei /etc/vdr/plugins/plugin.xineliboutput.conf anzupassen:
--local=sxfe --fullscreen --display=:1.0Zusätzlich sind in der Datei
/var/lib/vdr/setup.conf (oder im dazugehörigen OSD-Menü) mindestens folgende Einträge sinnvoll:
xineliboutput.Video.Deinterlace = linearblend xineliboutput.Video.Scale = 1Das Plugin stellt hier ziemlich viele Einstellmöglichkeiten bereit, ggf. machen noch weitere Anpassungen Sinn.
Nach einem /etc/init.d/vdr restart sollte der VDR nun auf VT8 erscheinen.
rm /etc/rc[S2].d/S[0-9][0-9]Init-Skript löschen (Debian verwendet standardmäßig den Runlevel 2 für den "normalen" Multiuser-Betrieb, siehe /etc/inittab). Bei meiner Minimalinstallation sind das nur:
| Dienst | Debian-Paketname | Init-Skript unter /etc/init.d/ |
| X Display Manager | xdm | xdm |
| Mailserver Exim | exim4-base | exim4 |
dpkg-reconfigure --unseen-only Paketname wieder angelegt werden (ggf. vorher alle Links löschen; dpkg-reconfigure --unseen-only --all konfiguriert alle Pakete neu)./etc/init.d/Init-Skript start kann der Dienst bei Bedarf nachträglich gestartet werden.
Ein paar weitere Sekunden lassen sich durch die Reduktion des Timeouts für das GRUB-Menü sparen (Datei /boot/grub/menu.lst):
timeout 2
irserver) mit irclient programmiert werden:
vdr:# cd /usr/local/irtrans/
vdr:# ./irclient localhost
1 - Send
2 - Learn
3 - Status
99 - Exit
Select command 3
0 Device(s) Found:
99 - Exit
Select command 0
Device [0]:
Repeat Mask: o o o o o o o x x o o o o o o o
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15
Device Mode Send [20]: x
IR [21]: x
SBUS [22]: x
IR RemoteCtrl [23]: x
SBUS RemoteCtrl [24]: x
RAW [25]: o
Fast Mode [26]: o
SBUS send Repeat [27]: x
PowerOn Remote [40]: .04.30
PowerOn Command [41]:
Cancel [88]
Save & Exit [99]
Select command 40
Enter PowerOn Remote: mediacenter
Device [0]:
Repeat Mask: o o o o o o o x x o o o o o o o
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15
Device Mode Send [20]: x
IR [21]: x
SBUS [22]: x
IR RemoteCtrl [23]: x
SBUS RemoteCtrl [24]: x
RAW [25]: o
Fast Mode [26]: o
SBUS send Repeat [27]: x
PowerOn Remote [40]: mediacenter
PowerOn Command [41]:
Cancel [88]
Save & Exit [99]
Select command 41
Enter PowerOn Command: power
Device [0]:
Repeat Mask: o o o o o o o x x o o o o o o o
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15
Device Mode Send [20]: x
IR [21]: x
SBUS [22]: x
IR RemoteCtrl [23]: x
SBUS RemoteCtrl [24]: x
RAW [25]: o
Fast Mode [26]: o
SBUS send Repeat [27]: x
PowerOn Remote [40]: mediacenter
PowerOn Command [41]: power
Cancel [88]
Save & Exit [99]
Select command 99
1 - Send
2 - Learn
3 - Status
99 - Exit
Select command 99
mediacenter benennt die Datei remotes/mediacenter.rem mit den Fernbedienungs-Codes, power den Namen der Taste aus dieser Datei (siehe oben), über welche der Rechner eingeschalten werden soll.
Nach diesen Einstellungen kann der Rechner per Fernbedienung eingeschalten werden. Allerdings bleibt noch ein kleines Problem: Beim Drücken des Power-Knopfes der Fernbedienung schaltet der ACPI-Daemon den Rechner ohne Vorwarnung sofort aus. Daher muss noch das Modul button aus der Liste in /etc/default/acpid entfernt werden.
vdr:# apt-get install nvram-wakeup vdr:# modprobe nvram vdr:# echo nvram >> /etc/modulesMein Motherboard wird von
nvram-wakeup nicht direkt unterstützt, aber mit der passenden Konfigurationsdatei /etc/nvram-wakeup.conf läuft's:
vdr:# nvram-wakeup -C /etc/nvram-wakeup.conf -s $((`date +%s` + 10 * 60)) All values are displayed as they are stored in the nvram/rtc. (and do not correspond necessarily to the system date/time) WakeUp : Disabled (0x05) Day : 10 (0x4A) Hour : 02 (0x02) Minute : 00 (0x00) Second : 12 (0x0C) Checksum: 0xA23E Enabling (0x0D) WakeUp-on-RTC in nvram. New Day : 24 (0x58) New Hour : 20 (0x14) New Minute : 46 (0x2E) New Second : 45 (0x2D) New Checksum: 0xA2B5 Now really WRITING into /dev/nvram... The changes to take effect, you must reboot your computer now.Zum Übernehmen der neuen Zeit-Einstellungen benötigt das BIOS einen Reboot, daher sind in der Datei
/boot/grub/menu.lst noch die Einträge
# Menueeintrag aus /boot/grub/default starten default saved # Menueeintrag zum Herunterfahren title Ausschalten root (hd0,2) savedefault 0 cat /boot/grub/PoweroffSplash haltzu machen, in
/etc/vdr/vdr-nvram-wakeup.conf die Einträge
ENABLED="yes" COMMANDLINE="-C /etc/nvram-wakeup.conf" SPECIALSHUTDOWN="echo y | grub-reboot 3"Die Zeile
cat /boot/grub/PoweroffSplash benötigt meine Hardware, um den hier beschriebenen Fehler zu umgehen. /boot/grub/PoweroffSplash ist eine beliebige ca. 200kB-große Textdatei.
Die Installation ist grob unter linwiki.org beschrieben, übertragen auf Debian Etch schaut sie so aus:
vdr:# apt-get install wpasupplicant vdr:# apt-get install wireless-tools vdr:# apt-get install ndiswrapper-source ndiswrapper-utils-1.9 vdr:# module-assistant update vdr:# module-assistant prepare vdr:# module-assistant auto-install ndiswrapper vdr:# modprobe ndiswrapper vdr:# echo ndiswrapper >> /etc/modulesNach diesen Schritten sollten WPA Supplicant für die WPA/WPA2-Verschlüsselung sowie das Kernel-Modul und die Werkzeuge zur Konfiguration von Ndiswrapper bereit stehen. Es fehlen noch die Windows-Treiber. Um an diese zu kommen installiert man das Paket von ftp.netgear.de auf einem Windows-Rechner und übernimmt dann die vier Dateien
WG311v3.cat
WG311v3.INF
WG311v3.sys
WG311v3XP.sys
C:\windows\inf\WG311v3\ auf den VDR-Rechner. Dort werden die Treiber dann mit
vdr:# ndiswrapper -i WG311v3.INFvom Ndiswrapper übernommen. Wenn alles gut gegangen ist, zeigt
ndiswrapper -l nun an, dass Karte und Treiber istalliert sind. Spätestens nach einem reboot sollte das Interface wlan0 nun verfügbar sein./etc/network/interfaces:
auto wlan0
iface wlan0 inet dhcp
wpa-ssid "KlartextSSID"
wpa-psk 0123456789abcdef0123456789abcdef0123456789abcdef0123456789abcdef
wpa-key-mgmt WPA-PSK
wpa-proto WPA
Die Zeichenfolge 012345...abcdef gibt das Kommando
vdr:# wpa_passphrase KlartextSSID 'KlartextPassphrase'aus. Um zu verhindern, dass bei ausgeschaltenem WLAN-Router der VDR zu lange auf eine Antwort vom DHCP wartet, habe ich noch den Timeout in
/etc/dhcp3/dhclient.conf verringert:
timeout 5; retry 60;
powertweak, hddtemp, hdparm, blktool. V.a. hdparm sollte mit Vorsicht eingesetzt werden (siehe Manpage).
Temperatur der Festplatte anzeigen:
vdr:# hddtemp /dev/hda /dev/hda: SAMSUNG SP1604N: 29°C
CDROM herunterregeln:
vdr:# hdparm -EFestplatte stoppen (Stromsparmodus):
vdr:# hdparm -y /dev/hdaSiehe auch
-Y (Schlafmodus), -S (Standby Timeout), -M (Automatic Acoustic Management), Status abfragen mit -C.
/boot/grub/menu.lst nötig:
splashimage (hd0,1)/boot/grub/splashimages/linuxinside.xpm.gz
foreground ffffff
background 000000
Das Bild (hier linuxinside.xpm.gz) muss dann nach /boot/grub/splashimages/ kopiert werden. Fertige Bilder und eine genaue Beschreibung gibts unter http://linuxwiki.de/GRUB.
iconv (für die Konvertierung von Textdateien) und convmv (für die Konvertierung von Dateinamen) hilfreich, z.B.:
vdr:# cd /var/lib/vdr/ vdr:# cp -a channels.conf channels.conf.pre-utf8 vdr:# iconv -f latin1 -t utf-8 channels.conf.pre-utf8 > channels.confund
vdr:# apt-get install convmv vdr:# cd /var/lib/video.00/ vdr:# convmv --notest -r -f latin1 -t utf-8 .Die EPG-Daten der Aufzeichnungen in der Datei
info.vdr in den Aufnahme-Verzeichnissen lassen sich auch mit iconv wie oben beschrieben nach UTF-8 konvertieren, z.B. mit:
vdr:# cd /var/lib/video.00/ vdr:# for i in `find . -name info.vdr` ; do cp -a $i $i.pre-utf8 && iconv -f latin1 -t utf-8 $i.pre-utf8 > $i && rm $i.pre-utf8 ; done
rsync ungemein. Der Aufruf
rsync --archive --delete /srcpath/rsyncsrc/ /dstpath/rsyncdst/synchronisiert den Inhalt des Verzeichnisses
/srcpath/rsyncsrc/ (Slash am Ende nicht vergessen!) nach /dstpath/rsyncdst/. Wirkt Wunder bei meiner lahmen USB 1.1-Schnittstelle.
vdr-plugin-xineliboutput hat für die Wiedergabe von MP3s und Bildern noch nicht den Funktionsumfang der entsprechenden Einzel-Plugins erreicht. Leider klappt auch die Zusammenarbeit mit vdr-plugin-image und vdr-plugin-mp3 nicht richtig.
Der Bildbetrachter von vdr-plugin-xineliboutput bzw. Xine-Lib arbeitet nicht sauber: die OSD-Infos verschwinden, das Bild flimmert leicht.
vdr-plugin-xineliboutput, "Musik abspielen" mit Visualisierung (Goom usw.): Das OSD wird nicht mehr richtig skaliert, es erscheint bildfüllend nur mehr die obere linke Ecke des OSDs. Ohne Visualisierung ist alles OK.
vdr-plugin-xineliboutput bzw. Xine-Lib: Bei einigen wenigen Video-Formaten (MOV?) flimmert und stockt die Wiedergabe.
vdr-plugin-xineliboutput bzw. Xine-Lib: Internet-Radio-Streams im RealMedia-Format lassen sich nicht abspielen, MP3, OGG und Windows Media klappt.
vdr-plugin-xineliboutput "Musik-CD abspielen" mit leerem Laufwerk bringt den VDR in eine Endlosschleife (laufende Syslog-Einträge), in der er laufend versucht, auf das CD-Laufwerk zuzugreifen. Bei Auswahl von "DVD abspielen" greift er nur einmal aufs Laufwerk zu und geht dann gleich wieder zurück aufs Fernsehbild. (ähnlicher Log-Eintrag kommt nur einmal).
vdr-plugin-xineliboutput, DVD-Player: Bei einigen DVDs läßt sich das DVD-Menü nicht bedienen, weil die Tasten nicht mit den richtigen Funktionen belegt sind (Xineliboutput erkennt anscheinend das DVD-Menü nicht).
vdradmin-am: Umlaute werden in den EPG-Daten nicht korrekt dargestellt.
Einige Menüeinträge v.a. der Plugins sind nur in Englisch.
Der Rechner ist noch nicht so leise, wie man es für einen Wohnzimmer-PC gerne hätte. Es scheint, als ob der Netzteil-Lüfter die lautesten Geräusche macht.
Das VFD-Display ist noch nicht in Verwendung (es zeigt nur Datum und Uhrzeit an).
vdr-plugin-xine/Xine auf vdr-plugin-xineliboutput/Xine-Lib.